Veröffentlicht am 5. Juli 2026
Österreich macht seit Jahren vor, worüber Deutschland noch diskutiert: PV-Strom mit Nachbarn teilen, innerhalb der Gemeinde verkaufen oder sogar den eigenen Solarstrom an die Kinder in der Stadt weitergeben. In Österreich ist Energy Sharing längst Praxis — mit knapp 12.000 Energiegemeinschaften, etablierten Marktprozessen und einem Smart-Meter-Rollout von rund 95 Prozent. In Deutschland ist Energy Sharing seit Juni zwar gesetzlich möglich, aber nach Einschätzung von Vera Immitzer wurde vor allem das umgesetzt, was aufgrund der EU-Vorgaben ohnehin umgesetzt werden musste. Echte Anreize sind Fehlanzeige. Wir sprechen mit Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria, darüber, warum Energy Sharing in Österreich funktioniert, welche Rolle Smart Meter und Datenplattformen spielen, wie PV-Strom zwischen Nachbarn, Gemeinden und Betrieben abgerechnet wird — und warum Deutschland beim Thema Bürgerenergie so weit hinterherhinkt.